Das 1x1 des systemübergreifenden
User-Managements
Ein User-Management für alle Systeme
gibt es nicht – oder doch?
Jedes IT-System besitzt – aus guten
Gründen – immer noch sein höchst eigenes User-Management, jede
Fachanwendung natürlich auch. Folglich hat jede Organisation - je
System - eine Fülle von Aktivitäten zu erledigen,
wenn User angelegt, gelöscht
oder Security-Attribute geändert werden müssen.
Organisationsprobleme und
Fehlerquellen inklusive. Daher
wäre es wünschenswert, nur ein Verfahren zu nutzen,
das allen Berechtigungserfordernissen bzgl. aller
User und aller Systeme, also enterprise-wide, genügt. Und
hier beißt sich nun die Fachwelt bis heute die Zähne aus, die damit
verbundenen Problemstellungen durch ein „Konsolidierungswerk“ zu
lösen. Ob Active Directoryi, LDAP oder andere Ansätze – alle bisher
angebotenen.
Verfahren sind auf die gängigen
Betriebssysteme und verbundene Tools ausgerichtet. Andere Systeme,
insbesondere Fachanwendungen mit ihren zum Teil umfangreichen
Anforderungen an individuelle Policies, bleiben weitgehend auf der
Strecke. Daher stellt VEGA Deutschland auf Basis ihres ECMF
(Enterprise Control Manager Framework) jetzt eine
systemübergreifende User-Management-Lösung zur Verfügung,
die sämtliche benutzerbezogenen Steuerungen und Schnittstellen für
alle Systeme – Fachanwendungen, Middleware und
Betriebssysteme – enterprise-wide mit nur einem SW-Produkt
unterstützt.
Konzept und Implementierung
Das User-Management innerhalb eines
Systems sorgt dafür, dass nur bestimmte User ausgewählte
Programmfunktionen anwenden und Daten verändern können
(Policy).
Security, Identity und Access Manager
User, die gleiche Rechte besitzen, und Systemfunktionen, die
zusammen gehören, werden auch im ECMF in Gruppen
und Rollen sowie in weiteren
Object-Typs gebündelt. ECMF unterscheidet ferner, mit
welchen Aspect-Typs, d.h. für welche Systeme, die
verschiedenen Berechtigungs-Attribute spezifiziert sind. In die
entsprechende Matrix sind Classes „eingehängt“, die dazu
alle für ein systemübergreifendes User- Management benötigten
Regeln repräsentieren (auf Basis der X.500- und
POSIX-Standards).
Für allgemeine,
organisationsübergreifende und user-bezogene Attribute sowie
hinsichtlich bestimmter Betriebs- und
Standardsysteme sind entsprechende
Classes vorhanden. Weitere Systeme, Middleware und Fachanwendungen
werden
im Zuge der ECMF-Weiterentwicklung
nach Bedarf mit berücksichtigt. Um ECMF im Zusammenspiel mit
kundeneigenen Systemen einzusetzen, werden die benötigten
Regularien im Rahmen des Customizings implementiert. Für jedes
Attribut können Default- und Validation-Policies
erzeugt werden. Eine Default-Policy schlägt einen im
Umfeld des Kunden sinnvollen Attributwert vor;
Validation-Policies dienen der Überpüfung, ob die jeweils
vorgenommenen Eingaben sinnvoll und zulässig sind. Dies entlastet
die User-Administration wirksam. Kundenseitig konsequent genutzt,
kann auf diese Weise auch ein Single Signon unterstützt
werden.
User Interface und
Sicherheit
Zur Pflege aller Object- und Aspect-Daten
(„User-Datenpflege“) steht ein universelles, webbasiertes,
customizingfreundliches
Frontend zur Verfügung. Hier finden
die ECMF-User (User-Administratoren) in ansprechender Form alle
erforderlichen Funktionalitäten. Jeder User-Administrator muss von
einem speziell autorisierten Sicherheits-Administrator im ECMF
definiert werden. Hierbei vergibt er auch das Initial-Passwort und
„verordnet“ ein Zugriffs-Profil. Das Initial-Passwort ist
vom User-
Administrator bei seiner ersten
ECMFNutzung zwingend zu ändern. In Zugriffs-Profiles
werden Rechte zu Datenbereichen
hinterlegt. Ist ein Passwort-Reset
oder die Sperre eines User-Administrators nötig, so kann auch dies
nur durch einen
Sicherheits-Administrator erfolgen.
Jede Datenmanipulation wird vom VEGA Deutschland ECMF
protokolliert, so dass
auch hier dem Datenschutz entsprechend
Tribut gezollt wird.
Data Management und Data
Distribution
ECMF speichert alle User Management-Daten unter LDAP. Die
Aufgabe, die derart erzeugten Userdaten den jeweiligen
Systemen zur Verfügung zu stellen,
übernehmen aktive Agenten (Java), so dass an den Systemen selbst in
der Regel keine
Anpassungen erfolgen müssen. Für
einige Systeme sind Agenten vorhanden (z.B. AIXii, MS
Windows3, Lotus Notes3, Samba, u.a.); solche für andere
Standard-Systeme werden mit der laufenden ECMF
Weiterentwicklung nach Bedarf bereitgestellt
(z.B. DB23, SAP). Agenten für
kundenindividuelle Systeme können bei ECMF-Installation im
Rahmen des Customizing mit vertretbarem Aufwand in kurzer Zeit
implementiert werden.